Was in der Pressemitteilung steht, und was ich dazu sage
Vorweg: Ich schreibe hier nicht für HYLA, sondern über HYLA. Ich habe die Pressemitteilung von HYLA Deutschland auf presseportal.de gelesen, weil ich nach dem RTL-Beitrag innerhalb von zwei Tagen sechs Nachrichten bekommen habe: von einer Kundin, von zwei Interessentinnen, von meiner Schwester. Alle mit derselben Frage: „Marina, ist das seriös, was du da machst?"
Die Mitteilung antwortet auf die Vorwürfe aus dem Fernsehbeitrag: kein Mindestabnahmezwang, keine Vorabinvestition, Vergütung rein über Provision, und der Satz, an dem für mich alles hängt: Ohne eigene Überzeugung funktioniert Direktvertrieb nicht. Ich gleiche das im Folgenden mit meiner Praxis ab. Ich habe mir mein Gerät 2019 selbst gekauft, bevor ich überhaupt daran dachte, es zu verkaufen.
„Überzeugen Sie sich zuerst von dem Produkt, denn mit dieser Begeisterung und Expertise können Sie den Hyla am besten anderen Interessenten zeigen."
Klingt nach PR-Satz. Ist aus meiner Sicht aber schlicht Betriebswirtschaft: Ich kann ein Gerät, das ich nicht selbst benutze, nicht 90 Minuten lang in einem fremden Wohnzimmer erklären. Kundinnen merken das in den ersten fünf Minuten.
Was der Wasserfiltersauger technisch anders macht
Der häufigste Einwand am Küchentisch lautet: „Ich habe doch schon einen Staubsauger." Stimmt. Nur arbeitet ein klassischer Sauger mit Beutel oder Zyklon und trennt Luft und Schmutz über Filtermedien, die sich zusetzen. Sinkt der Durchsatz, sinkt die Reinigungsleistung, und ein Teil des Feinstaubs geht durch die Abluft wieder in den Raum.
Beim Wasserfilterprinzip wird die angesaugte Luft durch ein Wasserbad geführt. Staub, Pollen, Tierhaare und Milbenkot binden sich an die Wasseroberfläche und bleiben im Behälter. Was rauskommt, ist Luft, die durch Wasser gegangen ist. Die Reinigungsleistung bleibt dabei konstant, weil kein Beutel voller wird.
Der Weg der Luft in vier Stufen
Fahren Sie über die Stufen, um zu sehen, was im Gerät passiert.
Im Separator rotiert die Luft mit hoher Drehzahl durch das Wasserbad. Feststoffe werden nach außen geschleudert.
Drei Trennverfahren im direkten Vergleich
Das Trennmedium wird nach jedem Einsatz ausgeschüttet, es kann sich nicht zusetzen. Eigene Praxiseinschätzung, keine Laborwerte.

Warum die Vorführung zu Hause der Kern ist
Ich verkaufe kein Datenblatt. Ich sauge das Sofa der Kundin ab, stelle den Behälter auf den Tisch und sage nichts. In neun von zehn Fällen redet danach die Kundin. Kein Onlineshop und kein Elektromarkt kann das leisten, und genau deshalb gibt es dieses Gerät im Direktvertrieb und nicht im Regal.
- Luftauslass statt Staubwolke: relevant für Allergiker im Haushalt
- Keine Folgekosten für Staubbeutel über die Lebensdauer
- Zusatzfunktionen wie Luftreinigung und Nassaufnahme in einem Gerät
- Reparatur und Service laufen über die Person, die verkauft hat, also über mich
90 Minuten, ehrlich getaktet
So sieht ein Termin bei mir aus: kein Bühnenprogramm, sondern ein Ablauf, den ich jeder Kundin vorher am Telefon durchgebe.
Ankommen, Kaffee, Fragen. Kein Gerät im Raum.
Technik erklären: Warum Wasser als Filtermedium funktioniert.
Matratze, Sofa, Teppich. Der Behälter bleibt sichtbar auf dem Tisch.
Preis, Finanzierung, Widerrufsrecht. Schriftlich, ohne Zeitdruck.
Entscheidung oder Bedenkzeit. Beides ist ein normaler Terminausgang.
Und der Punkt, um den es wirklich geht: das Vertriebssystem
Die Kritik am mehrstufigen Vertrieb kenne ich, und ich halte sie nicht für grundsätzlich unfair. Wo Menschen mit Provisionen arbeiten, gibt es auch Menschen, die Druck machen. Das gibt es im Versicherungsvertrieb, im Autohandel und in der Immobilienbranche genauso. Die Frage ist, wie das System aufgebaut ist.
Bei meinem Einstieg habe ich kein Startpaket bezahlt, keine Gebühr, kein Warenlager. Das Gerät für den eigenen Haushalt habe ich gekauft, weil ich es wollte. Vorführgeräte bekomme ich in Kommission, ich finanziere also keine Ware vor. Die einzige Bedingung war die Schulung in der Zentrale in Altdorf, zwei Tage Produkt, Technik, rechtliche Grundlagen und Verkaufspraxis.
Was ich Interessentinnen ehrlich sage
Wer keine Termine macht, verdient nichts. Das ist der unbequeme Teil der Selbstständigkeit, und er hat nichts mit HYLA zu tun. Ich sage jeder, die einsteigen will: Rechne mit sechs Monaten nebenberuflich, bevor du über einen Wechsel nachdenkst. Wer verspricht, dass es schneller geht, verkauft dir einen Traum, kein Gewerbe.
Der Aufbau eines eigenen Teams ist der zweite Hebel. Ich bekomme eine Überprovision auf die Umsätze der Kolleginnen, die ich eingearbeitet habe, und ich bezahle davon unsere Schulungen und Coachings. Das ist kein Selbstläufer: Wenn ich schlecht einarbeite, verkauft mein Team nichts, und dann verdiene ich auch nichts. Das System belohnt Einarbeitung, nicht Anwerbung.
Was oft behauptet wird
- „Man muss Ware auf eigene Kosten einkaufen."
- „Verdient wird nur durch Anwerben."
- „Das Gerät ist ein überteuerter Staubsauger."
Wie es bei mir läuft
- Vorführgeräte auf Kommission, keine Vorfinanzierung.
- Überprovision nur, wenn mein Team tatsächlich verkauft.
- Preis inklusive Vorführung, Einweisung, Service vor Ort.
Vier Fragen, die mir nach dem Beitrag am häufigsten gestellt wurden
Ist der Preis nicht deutlich höher als im Elektromarkt?+
Ja, und im Preis stecken Vorführung, Einweisung im Haushalt, Service vor Ort und ein Gerät, das auf 15+ Jahre Nutzung ausgelegt ist. Wer nur auf den Kaufpreis schaut, vergleicht zwei verschiedene Dinge.
Muss ich als Partnerin Geräte auf eigene Rechnung kaufen?+
Nein. Vorführgeräte laufen bei mir in Kommission. Mein eigenes Gerät habe ich gekauft, weil ich es wollte, nicht weil ich musste.
Verdient man wirklich nur durchs Anwerben?+
Der größte Teil meines Einkommens kommt aus verkauften Geräten. Überprovision gibt es nur, wenn Kolleginnen, die ich eingearbeitet habe, tatsächlich Umsatz machen.
Was passiert nach dem Kauf, wenn etwas defekt ist?+
Der Service läuft über die Person, die verkauft hat. Bei meinen Kundinnen also über mich. Das ist der Teil des Jobs, den in Fernsehbeiträgen niemand zeigt.
Mein Fazit nach drei Jahren
Ich verteidige nicht jede Vorführung, die je gemacht wurde, und ich kenne auch Kolleginnen, die den Job wieder aufgegeben haben. Aber ich lasse mir nicht erzählen, dass meine Arbeit unseriös ist, weil sie an einem Küchentisch stattfindet und nicht in einem Ladengeschäft.
Wer wissen will, ob das Gerät hält, was ich sage, soll mich einladen und den Wasserbehälter danach selbst anschauen. Wer wissen will, ob das Geschäftsmodell trägt, soll mich fragen, wie viele Termine ich letzte Woche hatte. Beide Fragen beantworte ich lieber, als über eine Fernsehsendung zu diskutieren.

